Toaster Geschichte

Über 100 Jahre gibt es ihn nun schon: Den Toaster. Mittlerweile ist der kleine praktische Haushaltshelfer ein echter Allrounder und leistet oft weit mehr als nur das Rösten von Brot. Wir von Toaster-Test haben für sie mal einen Blick zurück, auf die Geschichte des Toasters, geworfen.

Seinen Anfang nahm alles im Jahr 1905. Albert Marsh erfand eine Chrom-Nickel Legierung die er sich patentieren ließ. Diese Legierung machte die Herstellung von Heizdrähten möglich, die weder rauchten noch brannten oder gar Funken sprühten. Ganz im Gegenteil ließen sich die Drähte oft erhitzen und auch wieder abkühlen. Diese Chromel-Heizdrähte stellten das Herz des Toasters dar. Verschiedene Toaster-Prototypen wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts gebastelt. Das Modell-D12 von Frank Sailor allerdings kristallisierte sich allerdings als Favorit heraus. Dieses Modell gilt auch noch heute als der erste kommerziell erfolgreiche Toaster. Heute kaum mehr vorstellbar aber bei diesem Modell musste das Brot, welches geröstet wurde, noch von Hand gewendet werden. Trotz diesem Manko verkaufte sich das Modell von Frank Sailor millionenfach in den USA, bevor es dann auch nach Europa kam.

Die Geschichte des ToastersDie einstellbare Röstzeit sorgte für Furore

Nachdem einige Jahre die Toastscheiben noch von Hand gedreht werden mussten und man aufpassen musste, dass der Toast nicht anbrannte brachte das Jahr 1919 eine spannende Weiterentwicklung. Denn im Jahr 1919 gab es den ersten Toaster bei dem man die Röstzeit einstellen konnte. Für damalige Zeiten ein großer Schritt. Zum Ende der 30er Jahre war dann bereits das Auswurfsystem bei den Toastern weit verbreitet. Bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts war die Technik des Toasters dann soweit optimiert das, dass Aussehen zunehmend vom Industriedesign beeinflusst wurde. Der Toaster passte sich nicht nur innen, sondern auch außen dem Lauf der Zeit an.

Der Toaster im Wandel der Zeit

So lässt sich das morgendliche Toast nicht nur mit klassisch „gebrannten“ Streifen genießen. So erfreuen Röstungen in Form von Herzen, Micky-Mouse oder anderen Figuren die Gemüter. Der Phantasie sind hier heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt.

Dabei hat sich an der grundlegenden Funktion des Toasters in den vergangenen 50 Jahren nicht viel geändert. Dennoch gibt es auch heute noch Techniker die an neuen Toaster-Varianten tüfteln. Im Jahr 1990 entwickelte zum Beispiel John Romkey und Simon Hackett den sogenannten Internet Toaster. Wie der Name schon vermuten lässt, kann dieser online kontrolliert werden. Robin Southgate hingegen präsentierte im Jahr 2001 einen Wetter-Toaster. Dieses besondere Modell röstet quasi, nachdem der Toaster mit einer vorprogrammierten Nummer verbunden wurde, die aktuelle Wettervorhersage auf die Toastscheiben.